Aktuelles
Großes Interesse beim zweiten Klimafolgenspaziergang durch Rendsburg
Wie wird sich der Klimawandel auf Rendsburg auswirken und wie bereitet die Stadt sich darauf vor? Vergangene Woche fand der zweite Klimafolgenspaziergang entlang sechs Stationen statt. Das städtische Klimaanpassungsmanagement erläuterte, welche Maßnahmen die Stadt bereits durchführt und welche Projekte geplant sind. Die Perspektive der Verbraucherinnen und der Eigenheimbesitzenden wurde von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ergänzt.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und führte zu konstruktiven und anregenden Gesprächen zwischen den 25 Teilnehmenden und den Veranstalterinnen hervorgerufen. Es wurde deutlich, dass Klimaanpassung den Alltag der Menschen vor Ort betrifft – sowohl heute, als auch in der Zukunft.
Für Rendsburg werden künftig längere und intensivere Hitzeperioden, trockenere Sommer, feuchtere Winter sowie häufigere intensive Starkregenereignisse erwartet. Themen wie Hitzeschutz, Gesundheitsschutz und Vorsorge gegen Starkregen wurden anschaulich thematisiert – mit Beispielen wie einer mitgebrachten Regenrückstauklappe oder einer „Hotspot-Karte“.
Auch der natürliche Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle. Baumpflanzungen und naturnah gestaltete Grünflächen kühlen die Umgebung und stärken die heimische Biodiversität. Hier ist Rendsburg schon verhältnismäßig gut aufgestellt: „Schülerinnen und Schüler unseres Austauschprogramms haben bewundernd festgestellt, wie grün Rendsburg doch ist“, so eine Teilnehmerin.
Für alle, die den Klimafolgenspaziergang verpasst haben, gibt es unter rendsburg.de/klima-nachhaltigkeit/klimaanpassung einen Flyer zum Nachlaufen der Stationen als Download.
Gemeinsam vorsorgen für Extremhitze: Bundesweiter Hitzeaktionstag vor Ort in Rendsburg
Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, von 9:30 bis 13:00 Uhr wird das städtische Klima-Team auf dem auf dem Wochenmarkt auf dem Schiffbrückenplatz vertreten sein. Anlass ist der diesjährige bundesweite Hitzeaktionstag, der auf die zunehmende Zahl heißer Tage aufmerksam machen und praktische Tipps zum Schutz vor Hitze geben soll.
Auch in Norddeutschland werden Hitzetage immer häufiger und können ein ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko darstellen. Das Klima-Team der Stadt Rendsburg ist mit Infomaterialien zu Hitze und Gesundheit ausgestattet und freut sich, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Zudem wird erstmals die vom Klimaanpassungsmanagement erstellte „Coole Karte“ kostenlos an interessierte Bürgerinnen und Bürger ausgegeben: Hier sind kühle Orte und Trinkwasserstellen in Rendsburg eingetragen, an denen man sich an heißen Tagen besonders gut aufhalten kann.
Unter dem diesjährigen Motto „Gemeinsam vorsorgen für Extremhitze“ ruft der Hitzeaktionstag bundesweit Institutionen, Kommunen und Unternehmen in ganz Deutschland sind dazu auf, mit eigenen Aktionen teilzunehmen und das Bewusstsein für Hitze und die gesundheitlichen Risiken zu schaffen. Weitere Aktionen vor Ort und online finden Sie unter: www.hitzeaktionstag.de.
Planungen in Hoheluft zur zukünftigen Wärmeversorgung
Die Stadt Rendsburg hatte am 18.05.2026 gemeinsam mit den Stadtwerken SH und dem Planungsbüro Zeiten°Grad eingeladen. Rund fünfzig Bürgerinnen und Bürger informierten sich über den aktuellen Stand der Planungen für ein mögliches Nahwärmenetz sowie über Möglichkeiten der energetischen Sanierung ihrer Wohngebäude.
Wie Thorsten Bock und Julia Jürgensen von den Stadtwerken SH berichteten, schreitet die Vorplanung des Nahwärmenetzes planmäßig voran. Im März dieses Jahres wurde die BEW-Machbarkeitsstudie (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) gestartet. Der erste Prüfauftrag soll im Herbst 2026 abgeschlossen werden. Fällt das Ergebnis positiv aus, wird die Studie fortgeführt. Mitte 2027 könnte dann feststehen, ob das Nahwärmenetz technisch und wirtschaftlichumgesetzt werden kann. „Unser Ziel ist es, ein Versorgungskonzept für die zukünftige klimafreundliche Wärmeversorgung mitten in Hoheluft zu erstellen“, betonen Julia Jürgensen und Thorsten Bock von den Stadtwerken SH. Parallel laufen bereits Gespräche mit potenziellen Investoren, die sich gemeinsam mit den Stadtwerken an einer Projektgesellschaft beteiligen könnten. Bei positivem Verlauf wird ein Baubeginn im Sommer 2028 angestrebt.
Idee ist es, das Wärmenetz über eine Großwärmepumpe zu speisen, die Energie aus dem Nord-Ostsee-Kanal nutzt. Für die rund 1000 Haushalte in Hoheluft eröffnet sich damit die Möglichkeit, ihre Wärmeversorgung langfristig klimafreundlicher und unabhängig von fossilen Energieträgern aufzustellen. Das Wärmenetz wäre für Rendsburg und die ganze Region ein Leuchtturmprojekt mit immenser Strahlkraft.
Im Anschluss an die Fachvorträge der Stadtwerke SH und der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und für individuelle Fragen.
Die Veranstaltung endete mit dem Appell, die Wärmewende in Hoheluft aktiv mitzugestalten, um am Ende ein auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil abgestimmtes Konzept vorliegen zu haben. Letztlich ist die Wärmewende ein Gemeinschaftsprojekt, das nur im partnerschaftlichen Zusammenspiel aus Stadtverwaltung, Energieversorgern und bürgerschaftlichem Engagement vor Ort gelingt.
Präsentationen des Infoabends zum Herunterladen
Rendsburg startet 2026 mit „Abpflastern“: Ein Wettbewerb für mehr Grün Stadt Grau
Die Stadt Rendsburg ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv am deutschlandweiten Wettbewerb „Abpflastern“ teilzunehmen. Ziel des Wettbewerbs ist es, versiegelte Flächen in der Stadt zu entsiegeln und so mehr Platz für Grün zu schaffen. Dabei geht es um einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und zum Naturschutz. „In Städten sind oftmals Flächen durch Pflaster, Asphalt und Beton versiegelt. Dies hat negative Auswirkungen auf unser Klima und den Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Der Wettbewerb „Abpflastern“ bietet uns allen die Chance, unsere Stadt grüner und lebenswerter zu gestalten“, so Bürgermeisterin Janet Sönnichsen.
So funktioniert der Wettbewerb:
Der Wettbewerb startet am 21. März 2026 und endet am 31. Oktober 2026. Rendsburger Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam mit Nachbarn, Vereinen, oder auch als Schule oder Unternehmen Flächen zu entsiegeln. Jeder Quadratmeter, der wieder grün wird, trägt dazu bei, das Stadtklima zu verbessern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen Vorher-Nachher-Fotos ihrer Projekte und laden diese online hoch, um für die Wertung berücksichtigt zu werden. Besonders kreative oder großflächige Projekte werden jeden Monat ausgezeichnet.
Die Stadt Rendsburg unterstützt die Teilnahme aktiv und stellt für alle Fragen rund um den Wettbewerb zur Verfügung. „Es geht uns nicht um den Wettbewerbssieg, sondern vor allem um das gemeinsame Ziel, unsere Stadt nachhaltiger zu machen“, betont die städtische Klimaanpassungsmanagerin Nastassja Henkel. „Abpflastern“ fördert zudem das Bewusstsein für klimabewusstes Handeln und stärkt die Gemeinschaft.
Über Abpflastern 2026
Interessierte können sich auf den offiziellen Seiten des Wettbewerbs informieren und anmelden:
www.abpflastern.de
Es gibt auch einen Wettbewerb, der sich speziell an Schulen und Jugendliche richtet:
www.jugend-pflastert-ab.de
Vergangene Veranstaltungen
Digitale Beteiligung: Wo halten Sie sich an heißen Tagen auf?
Aufruf zum Mitmachen: Wir brauchen Ihre Tipps für Rendsburgs „Coole Karte“
Die heißen Tage und Hitzewellen im Sommer nehmen als Folge des Klimawandels auch in Schleswig-Holstein weiter zu. Um allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Rendsburg zu helfen, gut durch die heißen Monate zu kommen, arbeitet das Klimaanpassungsmanagement an einer praktischen Lösung: die „Coole Karte: Kühle Orte in und für Rendsburg“. Diese interaktive Karte wird Orte in der Stadt sammeln, an denen sich die Menschen an heißen Tagen abkühlen können - drinnen und draußen - und Trinkwasser finden können.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wir möchten Sie dazu aufrufen, bei der digitalen Bürgerbeteiligung unter www.adhocracy.plus/rendsburg Ihre Lieblingsorte im Sommer zu markieren und mit Kommentaren zu versehen. Sei es ein schattiger Baum, ein kostenloser kühler Aufenthaltsort in der Stadt oder ein Ort zum Wasser erleben. Mithilfe Ihrer Vorschläge wird die „Coole Karte“ für alle Bürgerinnen sowie Besucher Rendsburgs realisiert. Sie soll diesen Sommer sowohl digital als auch gedruckt zur Verfügung stehen. Teilen Sie den Aufruf auch gern mit Bekannten.
Für ein klimaresilientes Rendsburg
Die Zahl der Hitzetage nimmt aufgrund der globalen Erderwärmung auch in Schleswig-Holstein zu. Auch wenn die Sommerhitze hierzulande nicht so extrem wie in anderen Teilen Deutschlands ausfällt, sind Menschen in Norddeutschland dennoch weniger an hohe Temperaturen gewöhnt, was Anpassungen notwendig macht.
Die Beteiligung können Sie zwischen dem 02. März und 30. April 2026 hier aufrufen: adhocracy.plus/rendsburg/projects/coole-karte-kuhle-orte-in-rendsburg/
Rückblick: Infoabend "Wie wird meine Wärmeversorgung fit für die Zukunft?" am 15. Januar 2026
Zum jetzigen Zeitpunkt werden Rendsburgs Häuser zum Großteil mit Öl und Gas beheizt. Damit auch in Zukunft eine verlässliche Versorgung mit Wärme sichergestellt werden kann, ist die sogenannte „Wärmewende“ eine wichtige Zukunftsaufgabe. Sie bedeutet die Umstellung von Heizungsanlagen auf erneuerbare Energien, die energetische Sanierung von Gebäuden und den Bau von Wärmenetzen.
Die Stadt Rendsburg stößt diesen Modernisierungsprozess bereits an und begleitet ihn aktiv. Insbesondere die Klimaschutzmanagerin Nina Vogler widmet sich dieser Aufgabe.
So fand am 15. Januar 2026 unter dem Titel „Wie wird meine Wärmeversorgung fit für die Zukunft?“ ein Infoabend im Hohen Arsenal statt. Gut sechzig Leute waren gekommen. Nach einem Grußwort der Bürgermeisterin Janet Sönnichsen berichtete zunächst Askan Grimmelsmann von den Stadtwerken SH, welche Wärmenetze in Rendsburg zukünftig entstehen können. In Neuwerk-West und Hoheluft sind die Vorüberlegungen bereits im vollen Gange. In vielen Stadtteilen wird es jedoch auf eine sogenannte „dezentrale Versorgung“, also etwa individuelle Wärmepumpen, hinauslaufen, da dort der Wärmebedarf nicht groß genug für rentable Wärmenetze ist. Die Präsentation finden sie hier.
Danach stellte Reinhard Schnell von der IB.SH Fördermöglichkeiten für energetische Sanierungen und nachhaltige Heizsysteme vor. Mehrere Programme, etwa über KfW und BAFA, fördern derartige Investitionen und können diese so deutlich erschwinglicher machen. Diese Präsentation finden Sie hier.
Wenn künftig mehr Wärmepumpen für die nachhaltige Beheizung genutzt werden, wird auch mehr – bestenfalls erneuerbar erzeugter – Strom benötigt. Daher folgte zum Abschluss ein Vortrag von Thomas Leidreiter zum Thema „Mieterstrom“. Mieterstrom ist lokal erzeugter Strom (meist durch Photovoltaik), der direkt vom Dach eines Mehrparteiengebäudes in die anliegenden Wohnungen geliefert wird. So können auch Menschen ohne eigenes Hausdach von grüner, günstiger Energie profitieren.
Nach den Vorträgen nahmen noch etwa 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Angebot eines offenen Austauschs wahr. Im Foyer standen die Referenten für individuelle Fragen zur Verfügung, was rege in Anspruch genommen wurde. Außerdem waren einige thematisch passende lokale Betriebe vor Ort, sodass die Bürgerinnen und Bürger ihre individuellen Fragen stellen konnten.
Der Infoabend war eine insgesamt gelungene Veranstaltung, die einen Beitrag zur weiteren Umsetzung der Wärmewende in Rendsburg geleistet hat. Hier finden alle Interessierten weitere Informationen.
Rückblick: "Info- und Mitmachabend Schwammstadt" am 08.12.2025
Am Montag, den 8. Dezember 2025, fand der Info- und Mitmachabend der Stadt Rendsburg statt. Nach einführenden Impulsvorträgen zum Prinzip der Schwammstadt und zur Regenbewässerung kamen die Teilnehmenden an drei Themenstationen ins Gespräch und entwickelten gemeinsam Ideen für eine schwammstadtgerechte Gestaltung der Rendsburger Innenstadt.
Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihr großartiges Engagement!
Für mehr Details zur Veranstaltung finden Sie hier die Dokumentation und die Folien als Download.
Rückblick: Verwaltungsinterner Workshop-Tag des Klima-Teams
Stark fürs Klima, bereit für morgen: Das städtische Klima-Team bringt bei einem Workshop-Tag die Fachdienste des Rathauses im CoWork17 zusammen.
Es geht voran: Die städtische Klimaanpassungsmanagerin hat gemeinsam mit den Fachbüros GEO-NET Umweltconsulting und MUST Städtebau den Auftakt für das Klimaanpassungskonzept unter dem Motto “Bestandsaufnahme” organisiert.
Im World Café-Format wurde von der Klimaschutzmanagerin und Kolleginnen das bereits seit 2023 bestehende Klimaschutzkonzept und seine Maßnahmen diskutiert und vorangetrieben.
Wir danken allen engagierten Kolleginnen und Kollegen!
Rückblick: "Klimawandel braucht Gerechtigkeit" am 18.11.2025
Am 18.11.2025 haben Bürgerinnen und Bürger, Engagierte und die Stadt gemeinsam diskutiert, wie eine faire Energie- und Wärmewende in Rendsburg verwirklicht werden kann. Im Rahmen der Veranstaltung „Klimawandel braucht Gerechtigkeit“ führte die Wissenschaftlerin Nele Buchholz zunächst ein, weswegen soziale Gerechtigkeit für wirkungsvollen Klimaschutz genauso wichtig wie die ökologische Nachhaltigkeit ist. Dieser Grundsatz wird auch als „Klimagerechtigkeit“ bezeichnet. Klimagerechtigkeit ist auch bei der Energie- und Wärmewende zentral. Auf der einen Seite können Menschen ihre Heizkosten nicht mehr zahlen, leiden also unter „Energiearmut“, auf der anderen Seite ist eine Transformation der – auch in Rendsburg noch größtenteils fossilen – Wärmeversorgung zur Erreichung der Klimaziele dringend notwendig.
Eine Umstellung auf erneuerbare Energien bedeutet eine auch in der Zukunft sichere Wärmeversorgung, auch wenn sie erstmal ein gesellschaftliches Großprojekt mit ökonomischen und sozialen Hürden darstellt. Zusammen müssen wir schauen, dass wir – Stadt, Energieversorger, Engagierte aus der Stadtgesellschaft – dafür an einem Strang ziehen. Fest steht: Es gibt gute Lösungen, wie wir die Wärmewende gemeinsam schaffen können, die auch schon in der Praxis erprobt werden. Gleichzeitig müssen wir angesichts der Komplexität Durchhaltevermögen mitbringen. Am wichtigsten ist, dass wir gemeinsam ins Gespräch kommen und positive Wechselwirkungen nutzen. Die Veranstaltung war hierfür ein positiver Grundstein.
Nele Buchholz hat auf einige spannende Veröffentlichungen und Angebote zu diesem Thema verwiesen, fürs Weiterlesen und -lernen von zuhause aus. Viel Spaß!
- Die Initiative “Soziale Wärmewende jetzt!”
- kostenloser online-Workshop “Wie man lernt, sich sozial zu engagieren”
- Podcast “Grüner Kolonialismus. Zwischen Energiewende und globaler Gerechtigkeit”
- Broschüre “Wohnen muss beheizbar bleiben”
- Bericht: Deutsche Energie-Agentur (Hrsg.) „Soziale Aspekte der Gebäude-Energiewende. Herausforderungen und Möglichkeiten“
Rückblick: Dialog und Beteiligung im Tiny Rathaus
Am 22. September war das Klima-Team im Tiny Rathaus. Bei schönem Sonnenschein sind die Mitarbeiterinnen der Stadt Rendsburg mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen. Mit unserer Suche nach kühlen Orten in Rendsburg konnten sich Interessierte ganz aktiv beteiligen und über Klimaanpassung vor Ort informieren. Außerdem wurde gemeinsam gequizzt, über die lokale Energie- und Wärmewende geredet und der eine oder andere faire Kekse wurde auch gegessen. Wir haben an dem Tag wertvolle Hinweise für unsere Arbeit mitgenommen. Vielen Dank an alle, die vorbeigeschaut haben!
Mit offenen Augen durch die Klimawandelfolgen: Rendsburg lädt zum Mitdenken ein
Am 09.09.2025 stieß der Klimafolgenspaziergang der Stadt Rendsburg in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) auf große Resonanz. An sechs Stationen im Stadtgebiet wurde über die Herausforderungen und Chancen der Klimaanpassung informiert und diskutiert – also über Maßnahmen, die helfen, den Folgen des Klimawandels wirksam zu begegnen.
Im Mittelpunkt standen zentrale Themen wie Flächenversiegelung und Entsiegelung, die Bedeutung von städtischem Grün sowie konkrete Maßnahmen gegen Extremwetterereignisse wie die Regenrückhaltemulde bei der alten Eiderkaserne.
Doch nicht nur Beispiele aus der Stadt wurden aufgegriffen – auch die Perspektiven von Verbraucher:innen wurden betrachtet. Beate Oedekoven von der VZSH zeigte die Vorteile von Fassaden- und Dachbegrünungen auf und räumte mit gängigen Vorurteilen auf. So bieten begrünte Gebäude nicht nur Schutz vor Witterung, sondern verbessern auch die Wärmedämmung nachhaltig.
Nastassja Henkel, Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Rendsburg, betonte: „In Rendsburg passiert einiges – was teils kaum bekannt ist. Bei der Neu- und Umgestaltung von Schulen werden beispielsweise Klimaaspekte mitgedacht: Zwei Schulen erhalten bald sogenannte Retentionsdächer.“ Dabei handelt es sich um begrünte Dächer, die Regenwasser aufnehmen, speichern und es zeitverzögert an die Kanalisation abgeben – ein wichtiges Element für eine wassersensible Stadtplanung.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten „Woche der Klimaanpassung“ statt, die jedes Jahr im September durchgeführt wird. Ziel dieser Aktionswoche ist es, die Sichtbarkeit des Themas unter Bürgerinnen und Bürgern zu erhöhen. Eine der diesjährigen Botschafter:innen, Prof. Dr. Claudia Kemfert, macht deutlich, wie bedeutend Klimaanpassung für soziale Gerechtigkeit ist: Ohne gezielte Maßnahmen würden sich soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten weiter verschärfen.
Für alle, die den Klimaspaziergang verpasst haben oder ihn selbst erleben möchten: Die Route ist hier als Flyer zum Download zum Nachlaufen auf Deutsch und Englisch verfügbar.
Klimaanpassungs-Spaziergang: Erleben, was bei Hitze und Starkregen hilft
Für Dienstag, 9. September, von 16:30 bis 18:30 Uhr lädt Stadt Rendsburg in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) zu einem Spaziergang ein. Startpunkt ist der Altstädter Markt. Entlang verschiedener Stationen wird gezeigt, wie eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels aussehen kann.
Ob Begrünung oder Rückhaltung des Regenwassers: Mit Quizfragen und kleinen Experimenten werden die Zusammenhänge von Klimafolgen und Stadtgestaltung veranschaulicht. Die Beispiele liefern Anregungen für Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor Überschwemmung und Hitze am eigenen Grundstück. „Sturmflut an der Ostseeküste im Oktober 2023, Dauerregen im Winter 2023/2024 und anhaltende Trockenheit in Frühjahr 2025: Die Folgen des Klimawandels zeigen sich deutlich“, so Beate Oedekoven, Referentin für Energiewende und Nachhaltigkeit der VZSH. „Jedes Jahr erreichen die Temperaturen neue Rekorde. So war der Monat März der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.“
Und die städtische Klimaanpassungsmanagerin Nastassja Henkel ergänzt: „Neben dem Klimaschutz wird auch die Anpassung an heutige und zukünftige Klimawandelfolgen immer wichtiger. Bei der Klimaanpassung müssen Bürger:innen und Kommune zusammenwirken, damit alle Perspektiven berücksichtigt werden können.“
Um Anmeldung zum kostenfreien Klimaanpassungs-Spaziergang wird gebeten. Möglich ist das über das Formular oder an klima[at]rendsburg.de oder Telefon 04331 206-3143. Die Strecke des Spaziergangs beträgt etwa zwei Kilometer. Am Ende findet ein gemeinsames Picknick statt. Jede:r bringt selbst Essen und Getränke mit. Die Tour ist auch für Familien mit Kindern geeignet. Die Presse ist herzlich eingeladen.
Daten des EU-Klimadienstes Copernicus zeigen schon länger: Kein Kontinent erwärmt sich schneller als Europa. In Deutschland beträgt die Erwärmung gegenüber dem Referenzzeitraum von 1961 bis 1990 schon 2,4°C im Durchschnitt. Auch Schleswig-Holstein ist schon heute von den Folgen der Klimakrise betroffen.
Rendsburg lädt ein: Wärmewende vor Ort
Mit dem Ziel, die Wärmeversorgung fit für die Zukunft zu machen, geht die Stadt Rendsburg nach und nach in die verschiedenen Stadtteile, um Angebote zu schaffen, die auf unterschiedliche Gege-benheiten und Bedürfnisse Rücksicht nehmen.
Am 18. Mai 2026 sind alle Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Hoheluft ins Nordkolleg eingeladen. Von 18:00 bis 20:00 Uhr wird die Stadt Rendsburg dort mit Ihnen über die zukunftsfähige Wärmewende für Ihren Stadtteil ins Gespräch kommen.
Einerseits wird über den aktuellen Stand des potenziellen Nahwärmenetzes informiert. Basierend auf den Ergebnissen einer online-Umfrage, in der im Januar und Februar nach Themenwünschen und Bedarfen gefragt wurde, soll es andererseits auch darum gehen, wie Eigentümerinnen und Eigentü-mer ihre Immobilie zukunftsfit machen können. Es wird ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen geben.
Am 26. Mai 2026 lädt die Stadt Rendsburg nach Rendsburg-Süd ein, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner über individuelle Möglichkeiten einer nachhaltigen, fossilfreien Wärmeversorgung infor-mieren können. Die Inhalte sind speziell auf die Gegebenheiten in Rendsburg-Süd abgestimmt.
Der Info-Abend findet am 26. Mai um 17:30 Uhr im Scholler’s Restaurant und Hotel, Itzehoer Chaussee 2, statt.
Zu Beginn des Abends wird die Stadt Rendsburg einen kurzen Überblick über die städtischen Ziele und Maßnahmen zur Wärmewende geben. Im Anschluss erläutern die Stadtwerke SH, welche Auswirkungen die kommunale Wärmeplanung für Rendsburg-Süd hat und informieren beispielsweise über Photovoltaikanlagen und E-Ladesäulen. Danach wird ein Energieberater konkrete Tipps zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden geben, insbesondere zur Optimierung der Gebäudehülle und zu individuellen Lösungen der Wärmeversorgung. Nach den Vorträgen wird ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Interessierte werden gebeten, sich unter klima@rendsburg.de oder 04331 2063142 bis zum 13. Mai für Hoheluft und bis zum 18. Mai für Rendsburg-Süd anzumelden.
Die Stadt Rendsburg freut sich auf eine rege Teilnahme und einen produktiven Austausch.
Klimaanpassung in Rendsburg: Auftaktveranstaltung und digitale Umfrage gestartet
Am Dienstag, den 21. April 2026, fand von 17 bis 19 Uhr die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Klimaanpassungskonzept der Stadt Rendsburg statt. Zu Beginn erläuterten die städtische Klimaanpassungsmanagerin sowie die beiden beauftragten Fachbüros GEO-NET und MUST die Hintergründe und Ziele des Konzepts und berichteten über den aktuellen Stand der bisherigen Arbeiten.
Die rund 30 Teilnehmenden brachten sich in eine angeregte, konstruktive Diskussion ein. Im Anschluss hatten sie die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen und Wünsche auf Postern festzuhalten - je konkreter, desto besser. Der Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und dem Projektteam war sehr aufschlussreich. Die eingereichten Vorschläge werden nun von den Fachbüros und der Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.
Im Rahmen der Konzepterstellung lädt die Stadt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein, an einer digitalen Umfrage teilzunehmen. Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit Sie bereits die Auswirkungen des Klimawandels spüren. Gleichzeitig möchten wir erfahren, wie Sie in den Prozess der Klimaanpassung eingebunden werden möchten.
Die Umfrage dauert nur wenige Minuten und ist anonym: www.adhocracy.plus/rendsburg
Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts erfolgt in einem breiten Beteiligungsprozess. In der Vergangenheit fanden bereits Workshops mit der Stadtverwaltung und Fachrunden mit Expertinnen und Experten aus Rendsburg zu Themenfeldern wie Stadtraum und städtische Infrastrukturen, Natur und Umwelt, menschliche Gesundheit und Tourismus statt. Zudem wurden umfangreiche Datenanalysen durchgeführt. Auf dieser Grundlage konnten bereits die wichtigsten Klimarisiken für die Zukunft identifiziert und priorisiert werden, die nun in das Konzept einfließen.
Klimafolgenspaziergang durch Rendsburg: Wie können wir uns an den Klimawandel anpassen?
Am Dienstag, den 16. Juni 2026, von 17:00 bis 19:00 Uhr findet der zweite Klimafolgenspaziergang in Rendsburg statt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des städtischen Klimaanpassungsmanagements und der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH). Ab dem Treffpunkt am Altstädter Markt werden an mehreren Stationen konkrete Beispiele gezeigt, was Klimaanpassung in der Stadt und für Bürgerinnen und Bürger bedeutet. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen?
Es geht dabei sowohl um städtische Maßnahmen als auch um Selbstschutz jedes Einzelnen, um widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu werden. Zweiteres wird Beate Oedekoven, Referentin für Energiewende und Nachhaltigkeit der VZSH veranschaulichen. „Mit kleinen Experimenten und anregenden Fragen zeigen wir spielerisch die Zusammenhänge zwischen versiegelten Flächen und Hitzeinseln, aber auch zwischen Dachbegrünung und Regenwasserspeicherung auf“, so Oedekoven.
Ein Beispiel für Klimaanpassung zu Hause ist die naturnahe Gestaltung von Gärten und Vorgärten: „Ein grüner Garten mit heimischen Pflanzen ist nicht nur schön anzusehen: Er kann Starkregen vor dem eigenen Haus aufnehmen und gleichzeitig bei Hitze die Umgebung für dich und deine Nachbarschaft angenehm abkühlen“, ergänzt die städtische Klimaanpassungsmanagerin Nastassja Henkel.
Die Folgen des Klimawandels sind auch hierzulande bereits deutlich spürbar. Neueste Ergebnisse des Klimazustandsberichts zeigen, dass Europa sich fast doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt. Dies wurde im vergangenen Jahr durch langanhaltende Hitzewellen und zahlreiche Waldbrände deutlich. Ursache für den Anstieg der globalen Temperaturen ist vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen wie CO₂ durch die Verbrennung fossiler Energien wie Kohle, Öl und Gas.
Der Expertenrat der Bundesregierung warnt, dass Deutschland seine Klimaschutzziele verfehlen wird. Daher ist es entscheidend, Klimaschutz und Klimaanpassung gleichzeitig voranzubringen, um eine sichere und lebenswerte Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger zu sichern.
Datum: Dienstag, 16.06.2026, 17-19 Uhr
Treffpunkt: Altstädter Markt
Dauer: Etwa 2 Stunden (ca. 2km Streckenlänge) einschließlich eines Picknicks am Ende (bringt gern Essen mit)
Kostenlose Anmeldung: Über das Formular oder an klima@rendsburg.de / Tel: 04331 206-3143
Die Tour ist familienfreundlich und für alle Altersgruppen geeignet: ideal, um gemeinsam mit Kindern die Stadt und ihre Klimafolgen zu entdecken. Bringt gern bequeme Schuhe, Sonnenschutz und Wasser mit.
Wer bereits im vergangenen Jahr teilgenommen hat, erhält spannende ergänzende Informationen und an einigen Stationen auch neue Stopps.
Die Presse ist herzlich eingeladen.
Stadt Rendsburg
Die Bürgermeisterin
Am Gymnasium 4
24768 Rendsburg
Tel.: 04331 206-0 (Zentrale)
Mail: info@rendsburg.de
Tourismus & Marketing
Rendsburg Tourismus und Marketing
Bahnhofstraße 12 – 16
24768 Rendsburg
Tel.: 04331 66345-10
Mail: info@rd-tm.de
Rendsburg Information
Altstädter Markt 17
24768 Rendsburg
Tel.: 04331 66345-66
Mail: tourismus@rd-tm.de