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Rendsburg

Am Nord-Ostsee-Kanal

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Schwebefähre

Schwebefähre

Schwebefähre

Der 4. März 2022 war ein sehr besonderer Tag für die Rendsburger und Rendsburgerinnen sowie alle Menschen aus der Region. Denn es war nicht nur ein sonniger Freitag und damit ein toller Start ins Wochenende, sondern gleichzeitig der Tag, an dem die neue Schwebefähre in Betrieb ging – nach sechs Jahren ohne Kanalquerung unter der Eisenbahnhochbrücke. Jetzt pendelt die Fähre endlich wieder zwischen den Ufern Rendsburgs und Osterrönfelds hin und her.
Nach einer offiziellen Feier auf der Südseite und der ersten Überfahrt nach Rendsburg gegen 13 Uhr feierten die Bürgerinnen und Bürger die Rückkehr ihres Wahrzeichens am nördlichen Ufer. Die Stadt hatte hierzu ein kleines Fest organisiert. Es gab Bratwurst, Crêpes, ein Kinderkarussell und Musik auf der Bühne. Zudem wurden einige Erinnerungen an diesen besonderen Tag an die Besucherinnen und Besucher verteilt, darunter eigens hergestellte Lebkuchenherzen und Jutebeutel mit dem Aufdruck von Schwebefähre und dem Tagesmotto „Lass uns schweben“.
Zusammen mit der Eisenbahnhochbrücke ist die Schwebefähre Wahrzeichen der Stadt Rendsburg. Im Januar 2016 war sie bei der Überfahrt mit einem Frachter kollidiert und konnte nicht mehr repariert werden. In den folgenden sechs Jahren fehlte sie der ganzen Region – als Schul- und Arbeitsweg, als Ausflugsziel und weltweit einmalige Touristenattraktion.
Der Andrang am Eröffnungstag war enorm. All die angereisten Bürgerinnen und Bürger, Fans, Neugierige und Schaulustige machten es den Autofahrenden schwer, einen Platz auf der Fähre zu ergattern. Noch am Wochenende bildeten sich lange Fahrzeugschlangen in der Kreishafenstraße. Alle wollten zu den ersten gehören, die dieses Unikat in seiner Heimat willkommen heißen.
Die neue Schwebefähre verkehrt nicht nach Bedarf, sondern nach Fahrplan alle 15 Minuten. Täglich um 5 Uhr startet sie den Betrieb. Im Sommer ist um 23 Uhr, im Winter um 22 Uhr Feierabend. Jeden Tag wird zweimal eine Pause eingelegt – von 10.30 Uhr bis 11 Uhr sowie von 19.30 Uhr bis 20 Uhr. Pro Überfahrt können bis zu 100 Personen und vier Fahrzeuge auf die andere Seite des Nord-Ostsee-Kanals gebracht werden.

 

Schwebend hinüber

Drei Verkehrswege treffen sich hier an einem Punkt: Die internationale Wasserstraße Nord-Ostsee-Kanal, die Eisenbahnlinie Hamburg - Dänemark und eine Straßenverbindung über eine Fähre von Rendsburg nach Osterrönfeld. Was für ein besonderer Verkehrsknotenpunkt – Berührungsfrei, ohne Ampel, ohne Hektik und ohne Gefahr.

Einmalig auf der Welt ist die Schwebefähre. Insgesamt noch sieben ähnliche Konstruktionen gibt es auf der Welt, aber allen ist eines gemein: An einem Stahlgestell über ein Gewässer wird ein Transportkorb hin und her bewegt, deswegen heißen sie eigentlich auch in anderen Ländern Transporterbrücken. Nur über den Nord-Ostsee-Kanal verbindet ein Fährkorb unter einer Eisenbahnbrücke die beiden Ufer. Auf Schienen, die außerhalb der Brückenfahrbahn angebracht sind, hält ein Fährwagen, angetrieben von 4 Elektromotoren à 12 KW, mit 12 Stahlseilen die Fähre.

Der geniale Ingenieur Dr. Ing. hc Friedrich Voß hat diese Fähre zusammen mit der Eisenbahnhochbrücke entworfen. Sie wurde am 2. Dezember 1913 dem Verkehr übergeben und pendelt seitdem regelmäßig von Ufer zu Ufer. Vier PKW und 100 Personen kann sie befördern. Der Fährmann in seiner Kabine über der Fahrbahn ist alleine verantwortlich für die sichere Querung. Der Fährkorb hat eigentlich nur eine wesentliche Veränderung seit seiner Inbetriebnahme erfahren. 1955 wurden die Fußgängerwege seitlich angebaut. Die Sicherheitstechnik allerdings wird laufend den neuesten Standards angepasst. So hat die Fähre ein Radargerät und auch einen Notantrieb und noch vieles mehr. Bereits bei Fertigstellung des NOK wurde von der damaligen Regierung festgelegt, dass alle Kanalübergänge für die Bürger kostenfrei sein sollen. So ist es heute noch.

Während eines Orkans am 13.01.1993 wurde die im Süden für die Nacht „geparkte“ Fähre losgerissen, in die Kanalmitte getrieben und kollidierte mit einem Küstenmotorschiff. Die Schäden an beiden waren gering. Seit über 100 Jahren pendelt nun unsere Fähre über den Kanal und wurde 1988 zum „Technischen Denkmal“ erklärt.

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung entschied im August 2012, die Schwebefähre für die Aufnahme in die UNESCO-Liste offiziell vormerken zu lassen und als Teil einer transnationalen Bewerbung an die Kultusministerkonferenz zu melden. Bis zur Anerkennung als Weltkulturerbe ist es also noch ein langer Weg.

Von morgens 5 bis abends 23 Uhr schwebt die Schwebefähre viertelstündlich von einem Ufer zum anderen der künstlichen Wasserstraße. Sie kann vier Autos und 60 Fußgänger in weniger als 2 Minuten die 135 Meter über den Kanal übersetzen.

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