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Bürgermeisterin Janet Sönnichsen: Bundesprogramm Sprach-Kita muss weitergehen

Die Bundesregierung will das Förderprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ zum Jahresende auslaufen lassen. In einem Brief an das Bundesbildungsministerium fordert Rendsburgs Bürgermeisterin Janet Sönnichsen die Verantwortlichen nun eindringlich dazu auf, dieses Programm fortzusetzen und zu verstetigen. „In der Kita werden die Grundsteine für eine erfolgreiche Schullaufbahn gelegt – und hierfür ist die Sprachbildung eben der Schlüssel“, so Sönnichsen.

Mit den Geldern aus dem Förderprogramm werden Kitas seit 2016 unterstützt – vorwiegend solche, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Für jede „Sprach-Kita“ stellt das Programm eine zusätzliche Fachkraft zur Verfügung. Die zusätzliche Fachkraft berät, begleitet und unterstützt das Kita-Team in den Bereichen alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit den Familien. Sämtliche der vier städtischen Kitas in Rendsburg sind in dem Förderprogramm.

In ihrem Brief geht Sönnichsen auf die Bedeutung der Sprach-Kitas speziell für Rendsburg ein. „Rund 20 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner haben nicht die deutsche Staatsbürgerschaft, zehn Prozent haben neben der deutschen noch eine weitere, und viele weitere haben einen Migrationshintergrund.“ Das zeige, wie bunt unsere Gesellschaft ist, mache aber auch deutlich, wie herausfordernd die Sprachbildung gerade in den Kindertagesstätten ist.

Im Ministerium verweist bislang man auf das neue Kita-Qualitätsgesetz, mit dem der Bund den Ländern in den kommenden zwei Jahren vier Milliarden Euro für mehr Personal und Qualität zur Verfügung stellen will. Doch das Gesetz würde eine Finanzierung der Sprach-Kitas durch die Länder erst ab 1. Juli 2023 möglich machen, weil es erst dann in Kraft tritt. „Das kommt zu spät“, so Sönnichsen. Die Bundesregierung hat zwar eine Zwischenfinanzierung zugesagt, doch auch das bringt keine Planungssicherheit, denn in welchem Umfang die Länder das Programm ab Sommer des kommenden Jahres in die Regelfinanzierung überführen, ist unklar. „Ich befürchte, dass die über das bisherige Programm finanzierten Fachkräfte mitsamt ihrem Fachwissen bis dahin abwandern werden.“

In der vergangenen Woche hat auch der Bundesrat sich gegen das Ende des Programms ausgesprochen und die Bundesregierung dazu aufgefordert, dass Programm zu verlängern und als dauerhaftes Bundesprogramm zu verstetigen. Eine an den Bundestag gerichtete Petition hat die Zahl von 183.391 Mitzeichnern erreicht. 50.000 Unterschriften wären nötig gewesen, um vor dem Petitionsausschuss des Bundes gehört zu werden.

Bundesweit profitieren rund 6900 Kitas von dieser Förderung. In Rendsburg sind es neben den vier städtischen Kitas auch die sechs Einrichtungen in freier Trägerschaft. Für eine Weiterbeschäftigung ergibt sich in der Stadt ein Finanzvolumen von rund 300.000 Euro.

Auskunft erteilt:
Stabsstelle Bürgermeisterin
Dana Frohbös

Stadt Rendsburg

Die Bürgermeisterin
Am Gymnasium 4
24768 Rendsburg
Tel.: 04331 / 2 06 - 0
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