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Rendsburg

Am Nord-Ostsee-Kanal

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Eisenbahnhochbrücke

Eisenbahnhochbrücke

Imposant

Bei der ersten Kanalverbreiterung in der Zeit von 1907 bis 1914 mussten die beiden Eisenbahndrehbrücken bei Rendsburg weichen. Sie waren zu einem wirklichen Hindernis für die Schifffahrt geworden. Eine zweispurige Hochbrücke sollte sie ersetzen. Die Lichte Höhe von 42 Metern war schon durch die vorhandenen Hochbrücken vorgegeben. Der geringe Abstand zum Rendsburger Bahnhof wurde zu einem Problem. Bei einer Neigung von 1:150 brauchte man lange, lange Rampen für die doch nur 295 m lange eigentliche Hauptbrücke. Auch sollte das Stadtbild möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen werden. Schließlich einigte man sich darauf, mit einer „Schleife“ von ca. 4 km Länge den Abstand zum Bahnhof zu erweitern und diesen auch noch über drei Meter anzuheben. So entstand ein Stahlbauwerk von fast zweieinhalb Kilometer Länge, das man sich durch die dazu gehörende Dammlänge verdoppelt vorstellen muss.

17.350 Tonnen hochwertigen Stahl, verbunden durch 3,2 Millionen Nieten, wurden in nur zweieinhalb Jahren, von 1911-13,  zu einem wunderschönen, filigranen Bauwerk, das man schon von Weitem bewundern kann, zusammengefügt. Der geniale Konstrukteur hieß Dr. Ing. hc Friedrich Voß und ist 1953 in Kiel gestorben, entgegen allen anders lautenden Gerüchten. 

Erst im Jahre 1988 wurde diese Brücke zum „Technischen Denkmal“ erklärt, nachdem aber die beiden charakteristischen Gebäude auf den Treppentürmen bereits entfernt waren.
Durch die Masten der Oberleitung erhielt die Brücke eine neue Frisur auf den langen Rampenstrecken. Auch wurde das Gewicht dadurch und durch Verstärkungen am Bauwerk auf über 18.000 Tonnen erhöht.
Die mächtige Rendsburger Eisenbahnhochbrücke mit ihrer an langen Stahlseilen eingehängten Schwebefähre ist wohl das imposanteste Bauwerk der Stadt Rendsburg.

Als Wahrzeichen ist das technische Meisterbauwerk aus dem Jahr 1913 ein attraktives Tagesausflugsziel. Und zugleich Verkehrsknotenpunkt der besonderen Art, denn als weltweit einzigartig gilt die Kreuzung dreier Verkehrswege: Eisenbahn, Wasserweg und die Straße durch die Schwebefähre.

Das Wahrzeichen der Kanalstadt Rendsburgs ist damit zu einem Anziehungspunkt für die ganze Region geworden und zählt auch heute noch zu den bedeutenden technischen Baudenkmälern Deutschlands.

Mehr Wissenswertes finden Sie >>hier

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