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Klimaanpassung

Rendsburg: Stark fürs Klima. Bereit für morgen.

Klimaanpassung

Die Stadt Rendsburg ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv am deutschlandweiten Wettbewerb „Abpflastern“ teilzunehmen. Ziel des Wettbewerbs ist es, versiegelte Flächen in der Stadt zu entsiegeln und so mehr Platz für Grün zu schaffen. Dabei geht es um einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und zum Naturschutz. „In Städten sind oftmals Flächen durch Pflaster, Asphalt und Beton versiegelt. Dies hat negative Auswirkungen auf unser Klima und den Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Der Wettbewerb „Abpflastern“ bietet uns allen die Chance, unsere Stadt grüner und lebenswerter zu gestalten“, so Bürgermeisterin Janet Sönnichsen.

So funktioniert der Wettbewerb:

Der Wettbewerb startet am 21. März 2026 und endet am 31. Oktober 2026. Rendsburger Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam mit Nachbarn, Vereinen, oder auch als Schule oder Unternehmen Flächen zu entsiegeln. Jeder Quadratmeter, der wieder grün wird, trägt dazu bei, das Stadtklima zu verbessern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen Vorher-Nachher-Fotos ihrer Projekte und laden diese online hoch, um für die Wertung berücksichtigt zu werden. Besonders kreative oder großflächige Projekte werden jeden Monat ausgezeichnet.

Die Stadt Rendsburg unterstützt die Teilnahme aktiv und stellt für alle Fragen rund um den Wettbewerb zur Verfügung. „Es geht uns nicht um den Wettbewerbssieg, sondern vor allem um das gemeinsame Ziel, unsere Stadt nachhaltiger zu machen“, betont die städtische Klimaanpassungsmanagerin Nastassja Henkel. „Abpflastern“ fördert zudem das Bewusstsein für klimabewusstes Handeln und stärkt die Gemeinschaft.

Über Abpflastern 2026

Interessierte können sich auf den offiziellen Seiten des Wettbewerbs informieren und anmelden:
www.abpflastern.de
Es gibt auch einen Wettbewerb, der sich speziell an Schulen und Jugendliche richtet:
www.jugend-pflastert-ab.de

Ab August 2026 können Bürgerinnen und Bürger in Rendsburg Fördermittel aus dem neu eingerichteten Klimafonds beantragen. Für dieses Jahr können Anträge bis zum 30. September gestellt werden. Der Klimafonds wurde im Rahmen der Städtebauförderung eingerichtet und unterstützt Maßnahmen innerhalb des Sanierungsgebiets „Rendsburger Altstadt“. Gefördert werden Projekte, die dem Klimaschutz, der Klimaanpassung und der Stärkung der biologischen Artenvielfalt dienen. 

Dadurch wird ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele geleistet und lokales Engagement in Rendsburg aktiv unterstützt.

Dieses Jahr können Sie Ihren Antrag bis zum 30.09.2026 stellen.

Hier finden Sie alle nötigen Dokumente und Informationen.

Vergangene Veranstaltungen und Projekte

Informationen über vergangene Veranstaltungen und Projekte der Klimaanpassung finden Sie hier.

Anpassung an die Klimakrise

Hitzesommer, Starkregen, Dürre im April: Die Folgen des Klimawandels sind schon längst auch in Rendsburg angekommen. Klimaanpassung passt unsere gebaute und natürliche Umwelt an die bereits vorhandenen Folgen der Klimakrise an. Zudem sollen Risiken in der Zukunft vermindert werden. Somit wirkt Klimaanpassung insbesondere lokal als Vorsorge gegen Extremwetterereignisse wie Hitze und Starkregen.

Klimaschutz hingegen reduziert den Ausstoß von Treibhausgasemissionen, um den menschengemachten Klimawandel, also die globale Erderwärmung, zu reduzieren. Da die Folgen der Erderwärmung nicht mehr aufzuhalten sind, reicht Klimaschutz alleine nicht mehr und es braucht Klimaschutz und Klimaanpassung.

2024 war auch in Schleswig-Holstein das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (1881; Stand: 2025). Jedes Jahr werden neue Temperaturrekorde gebrochen, wobei Europa sich weltweit am schnellsten erwärmt. Seit der vorindustriellen Zeit hat sich beispielsweise die Häufigkeit von Hitzewellen in Europa schon verdoppelt. Die Relevanz von Klimafolgenanpassung wird also schnell stark zunehmen. 

Stark fürs Klima. Bereit für morgen.

Bei der Stadt Rendsburg gehen Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand: Seit dem 01. April 2025 ist mit Nastassja Henkel eine Klimaanpassungsmanagerin tätig, die auch Synergien zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung herstellt. Über die kommenden zwei Jahre wird ein Klimaanpassungskonzept für die Stadt Rendsburg in Zusammenarbeit mit den Planungsbüros GEO-NET Umweltconsulting aus Hannover und MUST Städtebau aus Köln erstellt. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

Das Konzept soll Rendsburgs Bürger:innen und Verwaltung auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten und konkrete Maßnahmen zur lokalen Umsetzung bereitstellen. So soll die gute Lebensqualität für alle sichergestellt sein - denn Klimaanpassung ist letztlich Gesundheits- und Menschenschutz. Ein Fokus wird hier auf die vulnerablen Gruppen gelegt, die besonders betroffen sind. Dazu zählen ältere Menschen, Kleinkinder, Behinderte und chronisch Kranke sowie Obdachlose. Auch Migrant:innen und Frauen sind stärker von einigen Auswirkungen betroffen.

Parallel arbeitet die Klimaanpassungsmanagerin der Stadt an der Umsetzung von Maßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit.

Um gesund und sicher durch die heißen Tage im Sommer zu kommen, hat die Stadt Rendsburg eine “Coole Karte” mit kühlen Orten in der Stadt erstellt. Die Karte und weitere Infos dazu gibt es hier.

Vorbild: Konzept der Schwammstadt

Naturbasierte Lösungen (Nature-based solutions, NbS) sollen künftig mindestens ein Drittel der Maßnahmen zur Klimaanpassung in Rendsburg ausmachen. Der große Vorteil: Sie schützen nicht nur vor den Folgen des Klimawandels, sondern leisten gleichzeitig einen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz, fördern die Artenvielfalt und erhalten wichtige Ökosysteme.

Das Bundesministerium für Umwelt, Klima und Naturschutz (BMUKN) definiert Naturbasierte Lösungen als “Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung, zur Wiederherstellung, zur nachhaltigen Nutzung und zur Bewirtschaftung natürlicher oder veränderter Land-, Süßwasser-, Küsten- und Meeresökosysteme”. Einfach gesagt: Es sind Lösungen, die sich an der Natur orientieren – und der Natur helfen.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Konzept der Schwammstadt. Dabei wird Regenwasser nicht einfach abgeleitet, sondern wie von einem Schwamm aufgenommen, gespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben. So wird die Stadt widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen.

Wie das in der Praxis aussieht:

  • Begrünte Dächer speichern Regenwasser und bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
  • Begrünte Fassaden kühlen Gebäude, verbessern das Mikroklima und helfen beim Energiesparen.
  • Entsiegelte Flächen lassen Regenwasser versickern und verhindern Überschwemmungen sowie Hitzeinseln.
  • Stadtbäume spenden Schatten, kühlen die Luft, binden CO₂ und fördern die Biodiversität.
  • Wiedervernässte Moore speichern große Mengen CO₂, regulieren den Wasserhaushalt und bieten wichtige Lebensräume für seltene Arten.

Diese Beispiele zeigen: Naturbasierte Lösungen wirken auf vielen Ebenen gleichzeitig. Sie sind vielseitig, nachhaltig und schaffen viele Vorteile für Mensch und Umwelt.


Solar- und Gründachkataster Rendsburg

Sie überlegen, ein Gründach oder eine PV-Anlage auf Ihrem Gebäude zu installieren? Im Solardachkataster der Klimaschutzagentur Rendsburg-Eckernförde können Sie ganz unkompliziert herausfinden, ob Ihr Dach Potenzial dafür hat.

Gründächer sehen nicht nur schön aus - sie sind ein wichtiger Baustein in der Klimaanpassung. Insbesondere in verdichteten Gebieten ist Dachbegrünung wichtig, da sie unter anderem das lokale Stadtklima verbessert, Regenwasser speichert, die Biodiversität fördert und Lärm reduziert. Zudem wird das Gebäude durch Dachbegrünung gedämmt, was z.B. in zunehmenden Hitzewellen von großer Bedeutung ist und Kosten einspart (vgl. Mihalakakou et al., 2023).

Die Zusammenarbeit von der Stadt und Bürgerinnen und Bürgern ist elementar - denn nur gemeinsam können wir die Stadt an die Folgen der Klimakrise anpassen. Seien Sie ein Teil davon!

Bei der Dachbegrünung unterscheidet man zwischen intensiv und extensiv. Eine intensive Begrünung kann wie ein Garten auf Dächern aussehen: mit Bäumen, Rasen und mehr! Eine extensive Begrünung ist die häufig gewählte Variante. Hier werden niedrig wachsende Pflanzen verwendet, wodurch ein deutlich geringerer Pflegeaufwand entsteht. Extensive Dachbegrünung kann auch im Nachhinein gepflanzt werden.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie gerne die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Wissenswertes zur Starkregenvorsorge

Überflutungen durch Starkregen nehmen auch in Schleswig-Holstein zu. Bürgerinnen und Bürger sind hierbei auch zur Eigenverantwortung gehalten. Um Ratschläge mitzugeben, hat das Klimaschutz-Ministerium SH eine Broschüre zum Thema Starkregen erstellt. 

Diese finden Sie untenstehend als Download oder im Rathaus-Foyer zum Mitnehmen.

Weitere Informationen gibt es bei Wasserstark.SH.

Broschüre Starkregen

Das Klimaanpassungsmanagement im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat einen Flyer zum Thema Schottergärten erarbeitet (PDF s. unten). Hier finden sich wichtige Infos für Hauseigentümerinnen und -Eigentümer sowie Tipps zur Umgestaltung eines Schottergartens in einen begrünten Vorgarten.

Weitere Informationen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Naturnahe GartengestaltungGebäudebegrünungStarkregenvorsorge und Überflutungsschutz

Projektdetails

TitelANK-DAS-A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für die Stadt Rendsburg
Name der FörderrichtlinieMaßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS)
Förderkennzeichen67DAAN0521
Laufzeit01.04.2025-31.03.2027
FörderaufrufFörderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
FörderschwerpunktA.1 Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz
BeschreibungDas Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz dient später als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Anpassungsaktivitäten in der Kommune. Das Konzept zeigt auf, welche Potenziale zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und für Natürlichen Klimaschutz bestehen und wie diese genutzt werden können. Die Inhalte des Konzepts gehen konkret auf die lokalen Besonderheiten ein und legen dabei einen besonderen Fokus auf naturbasierte Lösungen.

Weitere Informationen finden Sie beim Fördermittelgeber Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und bei der Projekträgerin Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Kontakt

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Mailingliste des Klima-Teams

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