Die Stadt Rendsburg und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Kiel Region haben am diesjährigen Antikriegstag am 01. September gemeinsam eine Gedenkveranstaltung ausgerichtet, um an die verheerenden Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus zu erinnern.
Bürgermeisterin Janet Sönnichsen betont: „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit – und er beginnt vor unserer Haustür. Gerade in einer Zeit, in der Krieg in Europa herrscht, müssen wir uns bewusst dafür einsetzen, was unsere Gesellschaft zusammenhält: Respekt, Demokratie, Freiheit und die Bereitschaft, miteinander im Gespräch zu bleiben. Als Stadt können wir Kriege nicht verhindern. Aber wir können dazu beitragen, dass Verständnis und Vertrauen wachsen – durch gute Bildung, Begegnungen und ein starkes Miteinander vor Ort. Besonders wichtig sind mir dabei unsere Städtepartnerschaften und Schüleraustausche. Wenn junge Menschen andere Länder kennenlernen, Freundschaften schließen und gemeinsame Erfahrungen sammeln, entstehen Verständnis und persönliche Verbindungen. Wer sich kennt, zuhört und die Lebenswelt des anderen versteht, sieht nicht zuerst den Fremden oder gar den Gegner, sondern den Menschen. Deshalb investieren wir bewusst in diese Begegnungen: Sie sind gelebte Friedensarbeit und eine Investition in die Zukunft.
Der Antikriegstag ist für mich deshalb nicht nur ein Tag des Erinnerns, sondern auch Auftrag, Frieden jeden Tag mitzugestalten. Das beginnt bei uns – in der Schule, in der Nachbarschaft, im Verein und in unserer Stadt. Frieden wächst dort, wo Menschen einander mit Respekt begegnen und bereit sind, Unterschiede auszuhalten. Dafür können und sollten wir alle Verantwortung übernehmen.“
Mathias Stein, Regionsgeschäftsführer des DGB Kiel Region, eröffnete die Veranstaltung am Nachmittag. In seinen einführenden Worten hob er die Bedeutung des Dialogs zwischen Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und politischen Entscheidungsträgern hervor. Nach der stillen Kranzniederlegung hielt Dr. Katja Happe, Leiterin der KZ- Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, im Museumscafé einen nachhallenden Vortrag. Bürgermeisterin Janet Sönnichsen lud zu einer abschließenden Diskussionsrunde ein.
Auskunft erteilt:
Stabsstelle Bürgermeisterin
Heidrun Kalisch
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