Wie vielseitig die Arbeit im Materialhof ist, erlebte ein Team der Rendsburger Stadtverwaltung beim bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel. Für einige Stunden tauschten die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ihren Schreibtisch gegen die verschiedenen Arbeitsbereiche der größten Werkstatt Norddeutschlands für Menschen mit psychischen Einschränkungen.
Ob Möbel restaurieren, Akten für das Landeskriminalamt digitalisieren, Kochen, Arbeiten in der Textilwerkstatt oder die Produktion von Podcasts und Radiosendungen – die Beschäftigten arbeiten in ganz unterschiedlichen Gewerken. In einem Meeresbiologielabor wird an der Erforschung des Zustands der Meeresumwelt gearbeitet. Die Produkte und Dienstleistungen werden dabei ganz regulär am Markt angeboten. Unterstützt werden die Beschäftigten in den Gewerken von pädagogischen Fachkräften.
Der zur Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie (NGD) gehörende Materialhof bietet rund 200 Menschen Gemeinschaft und berufliche Perspektiven. Beim Schichtwechsel konnten die Gäste aus der Stadtverwaltung nicht nur zuschauen, sondern auch selbst mit anpacken – und dabei erleben, wie viel Können und Engagement in den Werkstätten steckt. Auch Bürgermeisterin Janet Sönnichsen war dabei: „Der Materialhof sitzt in einem großen alten Gebäude mitten in unserer Stadt. Viele wissen gar nicht, was sich hinter diesen Mauern verbirgt. Umso besser, dass wir uns heute kennengelernt haben. Daraus ergibt sich mit Sicherheit die eine oder andere Möglichkeit zur Zusammenarbeit.“