Die eisigen Temperaturen halten an. Für morgen, 9. Januar, ist erneut Schneefall vorhergesagt. Und es gibt viele Fragen rund um das Thema Winterdienst. Hier kommen die Antworten dazu.
Schnee – und nun?
Viele freuen sich über die weiße Winterwelt. Gleichzeitig bringt Schnee Herausforderungen mit sich – besonders im Straßenverkehr. Hier kommt der Winterdienst ins Spiel: Er sorgt dafür, dass wir sicher ans Ziel kommen.
Wie groß ist das Einsatzgebiet?
In Rendsburg betreut der Winterdienst 112,6 km innerörtliche Straßen (inkl. Ortsdurchfahrten von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) sowie 100 km Radwege.
Wo wird zuerst geräumt und gestreut?
Das Straßen- und Wegenetz ist priorisiert. Zuerst werden verkehrswichtige und gefährliche Stellen geräumt und gestreut, zum Beispiel
- ÖPNV-Strecken,
- Brücken und Anstiege,
- Abfahrten und Kreuzungen und
- Straßen zum Krankenhaus, zur Feuerwache sowie zu den Kitas und Schulen.
Wann ist der Winterdienst unterwegs?
Die Kolleginnen und Kollegen rücken ab 4 Uhr aus und sind bis 19 Uhr im Einsatz – abhängig von Wetterlage, gesetzlichen Vorgaben, Ruhezeiten. Winterdienst-Rufbereitschaft gibt es vom 15. November bis 31. März. Ziel ist es, bis 7 Uhr einen verkehrssicheren Zustand herzustellen. Teilweise wird präventiv gestreut. Der UTH behält die Wetterlage dabei stets im Blick.
Wie lange dauert eine Tour?
Großfahrzeuge sind etwa zwei Stunden im Einsatz, Schmalspurfahrzeuge rund drei bis vier Stunden. Zusätzlich sind sogenannte Handkolonnen unterwegs. Sie räumen die Übergänge an Kreuzungen sowie Treppenanlagen und Brücken.
Was gilt für Privatpersonen?
Auch ihr seid gefragt: Geh- und Radwege vor dem eigenen Grundstück müssen bis 8 Uhr des Folgetages geräumt sein. Fällt tagsüber Schnee, ist dieser unverzüglich nach Ende des Schneefalls zu entfernen. Nach Möglichkeit ist eine Breite von 1,50 Metern freizuhalten. Bei Glätte dürfen abstumpfende Mittel wie Sand, Granulat oder Splitt verwendet werden. Rechtsgrundlage: Straßenreinigungssatzung der Stadt Rendsburg.
Wie viel Streumittel wird benötigt?
An einem Wintertag, wie wir ihn am Freitag erwarten, können bis zu 30 Tonnen Steinsalz verbraucht werden. Dies entspricht in etwa der Lademenge eines Silo-Sattelzuges, der bis zu 26 Tonnen transportieren kann.
Wie viel Personal ist im Winter unterwegs?
Nach dem Jahreswechsel hat in Rendsburg der Winter Einzug gehalten. Seither sind täglich bis zu 40 der insgesamt 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UTH im Einsatz. Ihnen stehen zahlreiche Groß- und Kleinfahrzeuge mit Streuautomaten und Räumschild sowie etliche Pritschenfahrzeuge zur Verfügung.
Danke an alle Kolleginnen und Kollegen des Winterdienstes, die bei Wind und Wetter für unsere Sicherheit im Einsatz sind!