Die Stadt Rendsburg hat die Flächen am Obereiderhafen direkt an der Wasserkante zurückgekauft und will die Entwicklung des Areals künftig selbst in die Hand nehmen. Der entsprechende Vertrag ist unterzeichnet, seit dem 16. Januar 2026 befinden sich die Grundstücke wieder im Besitz der Stadt.
Die Flächen umfassen zusammen rund 12.000 Quadratmeter und gehören zu den städtebaulich attraktivsten Lagen Rendsburgs. Im Vordergrund der städtischen Überlegungen steht nun nicht mehr die Realisierung eines Hotels oder eines Tagungszentrums. Dazu Bürgermeisterin Janet Sönnichsen: „Wir wollen die Stadt beleben, z.B. indem wir unsere Wasserlagen stärker in Wert setzen. Die Fläche hat das Potenzial, Menschen aus der ganzen Region und darüber hinaus anzuziehen. Wichtig ist uns daher die Schaffung von Aufenthaltsqualität und die Etablierung von Angeboten, die möglichst viele Menschen nutzen.“
Das weitere Vorgehen wird eng mit dem Bauausschuss abgestimmt. Vorrangig ist die Entwicklung eines lebendigen Aufenthaltsortes mit gastronomischen Angeboten und hoher Aufenthaltsqualität direkt am Wasser. Anders als in der Vergangenheit angedacht soll die Entwicklung nicht mehr durch einen externen Investor erfolgen. Stattdessen setzt die Stadt auf die Unterstützung und Beteiligung lokaler Akteure. Sönnichsen: „Wir wollen etwas mit den Menschen entwickeln, die sich mit Rendsburg identifizieren.“ Erste Gespräche hierzu laufen bereits.
Zum Hintergrund: Seit 19 Jahren gibt es Bestrebungen, das Areal am Obereiderhafen zu entwickeln. Vor knapp vier Jahren veräußerte die Stadt das Gelände an einen Projektträger, der sich bereits seit 2015 um die Entwicklung des Areals bemüht hatte. Im Jahr 2023 reichte dieser einen Bauantrag ein, jedoch nicht genehmigungsfähig. Die geplante Entwicklung des Areals kam nicht zustande. In der Folge machte die Stadt noch im selben Jahr ihr vertraglich vereinbartes Wiederkaufsrecht geltend und konnte dieses nun durchsetzen. Der Kaufpreis für die Flächen liegt bei 1,8 Millionen Euro.
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