Wie können sich Städte und Bürgerinnen und Bürger besser auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels vorbereiten? Antworten darauf gibt der zweite Klimafolgenspaziergang in Rendsburg am Dienstag, 16. Juni, von 17 bis 19 Uhr. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des städtischen Klimaanpassungsmanagements und der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH). Startpunkt ist der Altstädter Markt. Von dort aus führt die etwa zwei Kilometer lange, familienfreundliche Tour durch die Stadt und zeigt an mehreren Stationen konkrete Beispiele dafür, wie Klimaanpassung vor Ort funktioniert – sowohl durch kommunale Maßnahmen als auch durch eigenes Handeln.
Die Teilnahme am Klimafolgenspaziergang ist kostenlos. Interessierte können sich über das Formular unter tinyurl.com/42xtfdf8 oder per E-Mail an klima@rendsburg.de sowie telefonisch unter 04331 206-3143 anmelden. Die Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden und endet mit einem gemeinsamen Picknick (Snacks können gern mitgebracht werden). Die Tour richtet sich an alle Altersgruppen und eignet sich besonders auch für Familien mit Kindern, die gemeinsam ihre Stadt und deren Klimafolgen entdecken möchten. Empfohlen werden bequeme Schuhe, Sonnenschutz und ausreichend Wasser. Auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Spaziergangs des vergangenen Jahres dürfen sich auf neue Impulse freuen: Neben ergänzenden Informationen wurden einzelne Stationen erweitert oder neu aufgenommen.
Im Mittelpunkt der Tour steht die Frage, wie Städte und Menschen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden können. Dabei geht es um Themen wie Hitzeschutz, Regenwassermanagement und den Umgang mit zunehmenden Extremwetterereignissen. Beate Oedekoven, Referentin für Energiewende und Nachhaltigkeit der VZSH, veranschaulicht dabei alltagsnah, welche Zusammenhänge zwischen versiegelten Flächen, Hitzeinseln, Dachbegrünung und Regenwasserspeicherung bestehen: „Mit kleinen Experimenten und anregenden Fragen zeigen wir spielerisch die Zusammenhänge zwischen versiegelten Flächen und Hitzeinseln, aber auch zwischen Dachbegrünung und Regenwasserspeicherung auf“, so Oedekoven. Wie Klimaanpassung direkt vor der eigenen Haustür aussehen kann, zeigt unter anderem das Beispiel naturnaher Gärten und Vorgärten. „Ein grüner Garten mit heimischen Pflanzen ist nicht nur schön anzusehen: Er kann Starkregen vor dem eigenen Haus aufnehmen und gleichzeitig bei Hitze die Umgebung angenehm abkühlen“, ergänzt die städtische Klimaanpassungsmanagerin Nastassja Henkel.
Die Folgen des Klimawandels sind längst auch in Deutschland spürbar. Neueste Ergebnisse des Klimazustandsberichts zeigen, dass Europa sich fast doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt. Sichtbar wurde dies zuletzt durch langanhaltende Hitzewellen und zahlreiche Waldbrände. Hauptursache für den Anstieg der globalen Temperaturen ist vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen wie CO₂ durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. Gleichzeitig warnt der Expertenrat der Bundesregierung davor, dass Deutschland seine Klimaschutzziele verfehlen wird. Umso wichtiger ist es, Klimaschutz und Klimaanpassung gemeinsam voranzubringen, um langfristig lebenswerte und sichere Städte zu gestalten.
Auskunft erteilt:
Fachdienst Bauverwaltung und Klimaschutz
Nastassja Henkel
Tel.: 04331 206-3143
E-Mail: klima@rendsburg.de
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