Bei einer Routinekontrolle des Zustandes der Grünflächen im Neubaugebiet Neuwerk-West wurden einzelne Vorkommen vom giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) entdeckt. Dieser gehört zur Familie der Doldenblütler und ist leicht zu verwechseln mit z.B. der Wilden Möhre oder dem Wiesenkerbel. Schaut man sich die auffälligen Merkmale des Gefleckten Schierlings jedoch genauer an, ist er mit Leichtigkeit zu identifizieren: Der Stängel ist rund, unbehaart, rot oder violett-braun gefleckt und im unteren Teil bläulich bereift. Die weißen Blüten sind im Vergleich zur wilden Möhre nicht als ein Teller zu erkennen, sondern einzeln gruppiert. Und sie wirken wuchtiger als ihre harmlosen Familienmitglieder.
Es ist äußerste Vorsicht beim zwingend notwendigen Entfernen geboten. Handschuhe und lange Kleidung an Armen und Beinen sind zu tragen. Hautkontakt ist zu vermeiden. Ansonsten können Hautreizungen, Rötungen und Blasenbildung vorkommen. Bei oraler Aufnahme kann es zu Brechreiz, Nervenlähmung bis hin zum Atemstillstand kommen. In Neuwerk-West wurden die Vorkommen entfernt. Das Entfernen der einzelnen Pflanzen ist übrigens ausreichend, eine Flächenbehandlung ist nicht notwendig.
Gut zu wissen: Obwohl der Gefleckte Schierling heimisch ist, wird er als „invasiv“ eingestuft. Dies liegt an seiner besonderen Anpassung an die klimatischen Verhältnisse. Ohne diese wäre eine Zunahme des Bestands in der momentanen Form nicht zu beobachten.
Auskunft erteilt:
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Barbara Möls
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