Hoher Besuch aus der Kinderstadt „Jerry Town“ im Alten Rathaus: Am vierten Tag des Ferienprojekts hat das Bürgermeister-Team die Rendsburger Bürgermeisterin Janet Sönnichsen getroffen und ihr von den Entwicklungen in der selbst gestalteten Stadt berichtet. Dabei wurde schnell deutlich: In „Jerry Town“ wird Demokratie nicht nur erklärt – sie wird gelebt. Noch bis Freitag gestalten 115 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren im Innenhof des Hohen Arsenals ihre eigene Stadt. Sie übernehmen Berufe, treffen Entscheidungen und erleben spielerisch, wie das Zusammenleben in einer Gemeinschaft funktioniert.
Im Mittelpunkt des Treffens im Ratssaal stand die Arbeit des Bürgermeister-Teams. Mika kümmerte sich um die Finanzen der Kinderstadt. Er führte Buch über die Einnahmen und Ausgaben und sammelte die Steuern ein, die die arbeitenden Bürgerinnen und Bürger von ihrem Gehalt in der Stadtwährung „Jerry“ entrichten mussten. Insgesamt kamen so rund 900 „Jerrys“ zusammen. Das Geld soll nun für die große Abschlussparty am Freitag eingesetzt werden.
Diese wird derzeit von Helena geplant. Gemeinsam mit den Kindern wurden bereits Ideen gesammelt – unter anderem soll es einen Stopptanz geben. Emil war während der Woche für die Kommunikation innerhalb der Stadt zuständig und sorgte dafür, dass wichtige Informationen alle Bürgerinnen und Bürger erreichten. Theo und Tim überprüften die Beschlüsse und achteten darauf, dass die gemeinsam getroffenen Entscheidungen umgesetzt wurden.
In den vergangenen Tagen hat das Bürgermeister-Team bereits zahlreiche Entscheidungen für das Zusammenleben in „Jerry Town“ getroffen. So wurde beschlossen, dass die Müllabfuhr für alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei ist, die Mittagspause verkürzt wird und künftig mehr Bürgerentscheide stattfinden sollen, damit noch mehr Kinder ihre Ideen einbringen können.
Auch für Sicherheit war gesorgt. Nachdem aus dem vergangenen Jahr sogar Falschgeld entdeckt worden war, kontrollierte die Polizei in diesem Jahr besonders aufmerksam. Zwar kam es vereinzelt zu Banküberfällen, insgesamt blieb die Kinderstadt jedoch sehr sicher. Größere kriminelle Vorfälle gab es nicht. Über das Geschehen in der Kinderstadt berichtete täglich die von den Kindern gestaltete Stadtzeitung „Der Jerry“. Darin informierten sie über das Wetter, aktuelle Ereignisse, Jobangebote und das Stadtgeschehen.
„Jerry Town“ zeigt eindrucksvoll, wie Kinder durch eigenes Erleben demokratische Prozesse und Verantwortung kennenlernen. Mit viel Kreativität und Teamgeist gestalten sie ihre Stadt selbst – und sammeln dabei wichtige Erfahrungen.
Auskunft erteilt:
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Dana Frohbös
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