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| Das Dr. Bamberger-Haus und Jüdisches Museum in Rendsburg |
Sie erreichen uns unter folgender Anschrift:
Jüdisches Museum Rendsburg + Dr.-Bamberger-Haus
Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
Prinzessinstraße 7 - 8
24768 Rendsburg
Telefon: 04331 - 25262
Fax: 04331 - 24714
Öffnungszeiten:
täglich außer Mo. 12 - 17 Uhr
Für Gruppen nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten (gegen besondere Gebühr).
Eintritt: 3 €, ermäßigt: 2 €
Gruppen: 2 €, Schülergruppen 1 €
Sie finden das Museum in der Nähe des Paradeplatzes im Stadteil Neuwerk. Bitte beachten Sie die Hinweisschilder.
Parkplätze (mit Parkscheibe für 2 Stunden) finden Sie in den anliegenden Straßen; in der Baronstraße und Herrenstraße ohne Begrenzung.
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Die frühere Synagoge (1844/45 erbaut) mit Mikwe (Ritualbad) und die frühere Tal-mud-Tora-Schule aus den 1830er Jahren beherbergen seit 1985 bzw. 1988 eine kulturelle Begegnungsstätte und eines der wenigen jüdischen Museen im norddeut-schen Raum.
Während im ehemaligen Betsaal und in den Ergänzungsbauten am Hof Wechselaus-stellungen und Veranstaltungen stattfinden, sind in den Nebenräumen des Bades und im Schulgebäude Teile der ständigen Sammlungen ausgestellt, nämlich die Ausstellung "Jüdische Künstler - jüdische Themen" und eine Dokumentation zur Ge-schichte des Judentums in Schleswig-Holstein. Auf der Frauenempore und in der ehemaligen "Wintersynagoge" nebenan beschäftigt sich eine weitere Sammlung mit der religiösen Kultur. Zu allen Sammlungen haben Überlebende aus Schleswig-Holstein mit Gegenständen und Dokumenten beigetragen.
Zur Geschichte der Rendsburger Juden
Seit 1692 durften Juden sich in Rendsburg/Neuwerk auf Grund eines königlichen Privilegs niederlassen. Voraussetzung war der Bau eines Hauses. War diese erfüllt, erhielten sie das eingeschränkte Ortsbürgerrecht und waren damit ungleich besser gestellt als die Schutzjuden. Zur Bauzeit der zweiten Synagoge (1844/45) umfasste die Gemeinde ca. 300 Mitglieder. 1695 wurde der Friedhof in Westerrönfeld angelegt. Schon vor der Nazizeit wurde die Gemeinde durch Abwanderung stark reduziert. An der Gedenkwand im Hof wird der als Juden verfolgten Rendsburger Bürgerinnen und Bürger gedacht.
Weitere Einrichtungen im Jüdischen Museum Rendsburg und Dr. Bamberger-Haus
Die Bibliothek:
Die etwa 6000 Bände umfassende Präsenzbibliothek zur jüdischen Geschichte und Kultur ist für jedermann zugänglich (Telefonische Anmeldung erbeten).
Das Gästeatelier:
Seit 1985 können bildende Künstler und Literaten als Stipendiaten des Landes S-H für einige Monate hier an einem jüdischen Thema arbeiten. Zur Zeit werden aller-dings keine Stipendien vergeben.
Dr. Bamberger-Haus
Nach der Pogromnacht von 1938 musste die Synagoge an eine Fischräucherei ver-kauft werden. Nach der Restaurierung erhielt das Haus den Namen des Rendsburger Arztes Dr. Ernst Bamberger, der als Jude verfolgt und in den Selbstmord getrieben wurde.
Julius-Magnus-Haus
Die Erweiterungsbauten am Innenhof tragen den Namen des letzten Gemeindevor-stehers. Im Sommer 1942 nahmen Julius und Frieda Magnus sich das Leben, als ihre Deportation bevorstand.
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