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Gegenwart und Geschichte

Mitten in Schleswig-Holstein gelegen, an der Kreuzung wichtiger Straßen und Schienenwege mit dem Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Canal), liegt Rendsburg. Die rund 30.000 Einwohner zählende Kreisstadt ist das Zentrum eines Wirtschaftsraumes mit etwa 60.000 Menschen: eine weltoffene Stadt durch ihre Infrastruktur, durch Denkweise und Lebensstil ihrer Bewohner.
Schon um das Jahr 1100 entstand eine Burg auf der Eiderinsel, dort wo ein Heer- und Handelsweg die Eider kreuzte. Bald darauf erhielt sie den Namen Reinoldsburg, später zu Rendsburg verkürzt. Rendsburg wurde um 1150 gegründet und 1199 erstmals urkundlich erwähnt. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstand in Anlehnung an die Burg eine Ortschaft, die um die Jahrhundertmitte (1252) das Stadtrecht erhielt. Eine Linie des Schauenburger Grafenhauses, das mit Holstein belehnt war, wählte Rendsburg als Sitz und erreichte im 14. Jahrhundert mit Graf Gerhard III., in der Landesgeschichte "der Große" genannt, die Herrschaft über den größten Teil Holsteins, über das Herzogtum Schleswig und zeitweise über ganz Dänemark. Der Stadt Rendsburg bestätigte Graf Gerhard im Jahre 1339 Stadtverfassung und Stadtgebiet; den städtischen Grundbesitz erweiterte er durch eine Schenkung.
Rendsburg entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert zur Handelsstadt. Zahlreiche heimische Schiffer befuhren die Eider, Rendsburger Kaufleute trieben Handel mit Holz und Getreide aus der Umgebung und beteiligten sich am Transithandel zwischen Ost- und Nordsee. Im Jahre 1539 erhielt Rendsburg eine Umwandlung und wurde damit zu einem wichtigen militärischen Platz des dänischen Königs, der seit 1460 auch Landesherr von Schleswig-Holstein war. Dass die Reformation im Jahre 1542 auf einem Landtag in Rendsburg ihren offiziellen Abschluss fand, ist ein Hinweis auf die Bedeutung der Stadt.
Während des 30jährigen Krieges hielten Wallensteins Truppen Rendsburg zwei Jahre lang besetzt, und im Jahre 1645 belagerten die mit Dänemark verfeindeten Schweden die Stadt und richteten schwere Zerstörungen an. Zwei Jahrzehnte später fasste die Regierung in Kopenhagen den Beschluss, Rendsburg zum stärkeren militärischen Stützpunkt in den Herzogtümern auszubauen. Dem ersten Ausbau (1669-1673) folgte ab 1690 ein weiterer, und fünf Jahre später hatte die Stadt ihr Gesicht völlig verändert. An beiden Ufern der Eider, nördlich und südlich der Altstadt, lagen jetzt ausgedehnte moderne Befestigungswerke. Das südliche Neuwerk schloss einen neu entstandenen Stadtteil ein, der fächerartig einen weiten Platz umgab. Der Gegensatz zwischen der mittelalterlichen Altstadt und dem barocken Neuwerk ist bis heute ein besonderer Reiz des Stadtbildes. Der Ausbau zur Festung machte Rendsburg zu einem mächtigen Zentrum mit einer umfangreichen Garnison, hemmte aber für 150 Jahre die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Der Bau eines Eiderkanals brachte zwar erste Ansätze zu einer Verbesserung der Wirtschaftslage, aber solange Gräben und Bastionen die Ausdehnung der Stadt und die Gewerbeansiedlung verhinderten, blieb Rendsburg einseitig militärisch orientiert.
Während des schleswig-holsteinischen Befestigungskampfes gegen Dänemark in den Jahren 1848 bis 1850 war Rendsburg Ausgangspunkt der militärischen Aktionen, in den ersten 5 Monaten sogar Sitz der Provisorischen Regierung.

Bild: Die Rendsburger Hochbrücke, Luftansicht
Nach dem Mißlingen des Aufstandes ließ die dänische Regierung Altstadt- und Kronwerkbefestigungen einebnen. Die Wälle des Neuwerks blieben dem Verfall überlassen. Die Festungszeit war vorbei, und das war für die weitere Entwicklung der Stadt von Vorteil. Rendsburg behielt eine Garnison, konnte sich jetzt aber auch in gewerblicher Hinsicht entfalten. Den entscheidenden Impuls gab jedoch erst der Bau des Nord-Ostsee-Kanals, der Rendsburg zum Seehafen und Binnenland machte und die Entstehung von Werften und größeren Industriebetrieben ermöglichte. Die seit 1827 bestehende Hollersche Carlshütte wurde zum größten eisenverarbeitenden Betrieb Norddeutschlands. Mit der Verbreiterung des Kanals entstand 1913 die Eisenbahnhochbrücke, eine 2,5 km lange Stahlkonstruktion, die zum Wahrzeichen Rendsburgs wurde. Die gleichzeitig erbaute Straßendrehbrücke wurde im Jahre 1961 durch einen vierspurigen Tunnel ersetzt, zu dem 1965 noch ein Fußgängertunnel kam.
Den zweiten Weltkrieg überstand die Stadt fast unbeschadet. Die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen, die Rendsburgs Einwohnerzahl von 20.000 auf 37.000 stiegen ließ, war die größte kommunale Leistung der Nachkriegszeit.


Rendsburg - Wirtschaft, Kultur, Erholung und Freizeit

Heute ist Rendsburg die Metropole des Kreises Rendsburg - Eckernförde. Über Jahrhunderte hat Rendsburg sich zu einem traditionellen Industrie- und Dienstleistungsstandort entwickelt, dessen breitgefächerte Wirtschaftsstruktur insbesondere Maschinen- und Werkzeugbau, Feinmechanik, Elektronik, Energiewirtschaft, Schiffbau, Hoch- und Tiefbau, Kunststoff- und Holzverarbeitung, Druckerzeugnisse, Getreidehandel, Nahrungs- und Genussmittel, Schlachtbetriebe und Kreditinstitute umfasst.
Qualifizierte Fachkräfte, Ausbildungsplätze, hervorragendes Wirtschaftsklima, gute Hafenkapazitäten (Tiefseehafen im Binnenland) und gute Verkehrsinfrastruktur sowie zukunftweisende Spitzentechnologie unterstützen die Arbeit der in Rendsburg ansässigen Unternehmen.
Rendsburgs Offenheit im europäischen Raum zeigt sich nicht nur in seiner Infrastruktur, sondern auch in einer Reihe von Städtefreundschaften. Partnerstädte im Ausland sind Vierzon in Frankreich, Lancaster in Großbritanien, Aalborg in Dänemark, Haapsalu in Estland, Kristianstad in Schweden und Skien in Norwegen.
Als Zentrum in der Mitte Schleswig - Holsteins bestimmt Rendsburg seine Rolle beim strukturpolitischen Aufbruch des Landes neu. Die traditionsreiche Bauernhauptstadt und alte Dänenfestung Rendsburg strebt nach eigenständigem Profil als "Schaufenster für Schleswig-Holstein".
Mit dem stadteigenen Messegelände, direkt am Nord-Ostsee-Kanal gelegen und der NORLA als dem landwirtschaftlichen Messeereignis in Norddeutschland sowie mit einer breiten Palette individueller Veranstaltungsräume verfügt Rendsburg über hervorragende Standortbedingungen für Messen und Ausstellungen, Kongresse und Seminare.
Die militärische Tradition der Stadt wird durch eine umfangreiche Garnison fortgesetzt. Darüber hinaus stellt Rendsburg als eines der Mittelzentren des Landes alle erforderlichen kulturellen und schulischen Einrichtungen für die Bewohner der Stadt und des Umlandes zur Verfügung.
Die Gesamtgröße des Stadtgebietes umfasst 2.372 ha. Hiervon sind rd. 350 ha als Gewerbe-, Industrie- und Sonderflächen ausgewiesen, die voll erschlossen einen breiten Raum für Neuansiedlungen durch günstige Grundstückspreise bieten.
Als Partner für Investitionen in der Technologie-Region K.E.R.N. e. V. (Kiel, Eckernförde, Rendsburg, Neumünster) ist Rendsburg gut gerüstet für den Standortwettbewerb in Europa. Hier ist noch Raum zum Leben, Entspannen und für geschäftliches Engagement.

Bild: Stadttheater
Einen besonderen Reiz bietet das reichhaltige Kulturprogramm Rendsburgs. Landestheater, Niederdeutsche Bühne, Museen, Stadtbücherei, Volkshochschulen, Ausstellungen und Konzerte, Jazz- und Big- Bands, Musik, Tanz- und Trachtengruppen, sowie in den Sommermonaten die Konzerte des Schleswig-Holsteinischen Musikfestivals, Maler und Bildhauer schaffen eine lebendige Kulturszene.
Die Volkshochschule ermöglicht es jedem, künstlerische Neigungen umzusetzen. Nicht zu vergessen das architektonisch schöne Kulturzentrum Rendsburgs mit seiner langen Geschichte.
Die allgemeinbildenden Schulen Rendsburgs, zu denen auch eine Dänische Schule und eine Waldorfschule zählen, bieten ein breites Spektrum. Darüber hinaus ist Rendsburg eingebunden in die norddeutsche Hochschullandschaft mit Universität und Fachhochschule in Kiel sowie der Abteilung Landbau in Rendsburg. In Rendsburg hat die "nordkolleg rendsburg GmbH" ihren Sitz, die insbesondere Intensiv-Sprachkurse für ausländische und deutsche Führungskräfte durchführt. Nur wenige Autominuten von Rendsburg liegt Tannenfelde, einer der führenden Anbieter unternehmensbezogener Seminare und Kurse in Norddeutschland. "nordkolleg" und "Tannenfelde" bilden zusammen das Sprachenzentrum Schleswig-Holstein.
Rendsburg ist eine lebendige Stadt in erholsamer Landschaft. Freizeit und Erholung wird in Rendsburg als ein wichtiger Ausgleich zum Arbeitsprozess gesehen. Nur wenige Minuten und man befindet sich in landschaftlicher Idylle. Ob Schwimmen, Segeln, Wandern, Reiten, Rudern, Golf oder Tennis - Sport wird in Rendsburg groß geschrieben.
Schilfbestandene Gewässer, die romantische Eider, Seen und Moorgebiete oder die schönen Wege entlang der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal, laden zum Radfahren, Wandern und Verweilen ein. Für eine geringe Gebühr kann man am Bahnhof ein Fahrrad ausleihen, um Geschichte und Kultur, Stadt und Natur im Herzen Schleswig-Holsteins kennenzulernen. Professionelle Stadtführungen des Rendsburger Verkehrsvereins "per pedes" oder "per Kutsche" runden das Angebot ab.
Rendsburgs Innenstadt ist einen ausgedehnten Bummel wert; mit ihren Fußgängerzonen, schmalen verträumten Gassen, kleinen Plätzen und den vielen liebevoll restaurierten Häusern und modernen Gebäuden bietet sie ein unbeschwertes Einkaufserlebnis, verbunden mit gemütlichen Spaziergängen.
Obgleich Rendsburg wirtschaftlich die Drehscheibe zwischen Skandinavien im Norden und den Ballungsräumen von Staaten der Europäischen Gemeinschaft im Süden, der westlichen Industriestaaten und den Ostsee-Anrainern ist, bietet Rendsburg hervorragende Wohnverhältnisse. Durch die Auslagerung störender Betriebe sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen in den Wohnbereichen ist eine wohltuende Erholung in den eigenen vier Wänden möglich. In dieser Beziehung unterscheidet sich Rendsburg von anderen Wirtschaftsräumen. Hier lebt man wie es gefällt: in der verkehrsberuhigten Altstadt oder - nur wenige Minuten entfernt - inmitten der ländlichen Knicklandschaft mit Hauskoppel und eigenem Bootssteg oder aber in modernen Wohnanlagen mit einzigartigem Blick über die Stadt, den Kanal und den Yachthafen bis weit in die erholsame Umgebung des Urlaubslandes Schleswig-Holstein. Die Wohnanlagen sind attraktiv, die Kosten vergleichsweise günstig; das gilt sowohl für das Mieten als auch für das Kaufen von Grundstücken und Häusern.

Gesunde Lebensqualität in Rendsburg - das zahlt sich aus.


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