Geschichte, Wappen, Flagge
Die Rendsburger Geschichte
1199 | "Reinoldesburch" wird erstmals schriftlich in der "Chronica Slavorum" des Arnold von Lübeck erwähnt. |
| Mitte 13. Jahrhundert | Rendsburg erhält das Stadtrecht. Im Jahr 1250 klärt ein Schiedsgericht von "zwölf ritterbürtigen Männern" die Zugehörigkeit der Stadt zu Holstein. |
| 1287 | Beim Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1286 wird die Marienkirche errichtet. Bis in 15. Jahrhundert hinein wurde Rendsburg mehrfach von Feuersbrünsten heimgesucht, die immer wieder umfangreiche Neuaufbauten notwendig machten. |
| 1339 | Gerhard III, der Große, bestätigt das Rendsburger Stadtrecht und überlässt Rendsburg ausgedehnte Ländereien. |
| 1460 | Rendsburg wird in den Herrschaftsbereich Dänemarks unter König Christian I., Herzog von Schleswig und Graf von Holstein, eingegliedert. |
| 1536-1540 | Anlage einer Umwallung unter Christian III., König von Dänemark und Herzog von Schleswig und Holstein. |
| 1566 | Bau eines Rathauses am Altstädter Markt abgeschlossen. |
| Ende 16. Jahrhundert | Das Rendsburger Schloss wird ausgebaut. 1718 Abbruch der Schlossanlage. |
| 1627-1629 | Im Verlauf des 30jährigen Krieges (1618-1648) steht die Stadt unter kaiserlich-deutscher Herrschaft. |
| 1644/45 | Rendsburg wird von schwedischen Truppen besetzt und wenig später erneut schwer belagert. |
| 1665 | Rendsburg erhält dauernde militärische Belegung und wird Garnisonsstadt |
| 1669-1673 | Erster großer Festungsbau unter dem dänischen Generalmajor Henrik Ruse. |
| ab 1690 | Zweiter Großer Erweiterungsbau unter dem dänischen Generalmajor Jobst Scholten. Im Zuge dieses Festungsbaus erfolgt 1691 der Abbruch des Dorfes Vinzier ("Vindeshier"), der Kampener Kirche und einiger Teile von Büdelsdorf. Errichtung des "Kronwerks" im Nordwesten und des "Neuen Werks" im Südwesten als Bestandteile der Festungsanlage. |
| 1700 | Einweihung der Christkirche in Neuwerk nach fünfjähriger Bauzeit. |
| 1765 | Ein Privileg erteilt die Genehmigung zum Betrieb der "Rendsburgischen Fayance-Fabrique", deren hochwertige Fayencewaren über die Grenzen hinaus Absatz finden. |
| 1777-1784 | Bau des Schleswig-Holsteinischen Kanals ("Eiderkanal"). |
| 1808 | "Gemeinnütziges Wochenblatt für Rendsburg und die umliegende Gegend" - 1. Ausgabe am 1. Januar; Erscheinungsweise wöchentlich. |
| 1813/14 | Um die Jahreswende wird Rendsburg im Verlauf der Napoleonischen Kriege von Schweden und Russen belagert. |
| 1827 | Gründung einer Eisenhütte nebst Gießerei auf dem Vorwerksgelände in Büdelsdorf: Die "Carlshütte". Damals größter eisenverarbeitender Betrieb Norddeutschlands. |
| 1845 | Eröffnung der Eisenbahnlinie Rendsburg-Neumünster durch die Rendsburg-Neumünstersche Eisenbahngesellschaft. |
| 1848 | Rendsburg wird Zentrum der Erhebung gegen Dänemark. 5. April: Einzug preußischer Truppen. |
| 1850 | Explosion des "Laboratoriums", eines Gebäudekomplexes zur Munitionsherstellung und -lagerung. |
| 1852 | Rendsburg steht erneut unter dänischer Landeshoheit. - Beginn der Schleifung der Festungswerke Kronwerk und Altstadt. Die damit einher gehenden Aufschüttungen führen zu einschneidenden Veränderungen im Stadtbild. 1853: Abriss des Kronwerker Tores im Nordwesten 1855: Abriss des Schleswiger Tores im Norden 1856: Abriss des Alt-Holsteiner Tores im Osten 1881: Abriss des Neu-Holsteiner Tores ("Königstor") im Südwesten. |
| 1861 | Die "Gaserleuchtungsanstalt" nimmt ihren Betrieb auf und versorgt die Gaslaternen in der Stadt. |
| 1864/1867 | Nach dem Krieg gegen Österreich und Preußen tritt Dänemark im "Frieden von Wien" u. a. das Herzogtum Holstein ab. 1867 wird Schleswig-Holstein preußische Provinz. |
| 1876 | Gründung der "Chemischen Düngerfabrik Rendsburg", des seinerzeit größten Industrieunternehmens der Stadt. |
| 1895 | Öffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute "Nord-Ostsee-Kanal" oder "Kiel-Kanal") nach achtjähriger Bauzeit. Das fertiggestellte Elektrizitätswerk geht ans Netz. |
| 1905 | Gründung der Werft "Nobiskrug". |
| 1913 | Eröffnung der Eisenbahn-Hochbrücke, des wohl markantesten Bauwerks der Stadt. Eine 2,5 km lange Stahlkonstruktion die zum Wahrzeichen Rendsburgs wurde. |
| 1938 | In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November wird die Rendsburger Synagoge, Zentrum des jüdischen Gemeinlebens, durch einen Sprengsatz zum Teil schwer beschädigt. |
| 1939 | Zwangsverkauf der Synagoge und der ehemaligen Thora-Schule an die national-sozialistischen Machthaber. Lebten 1933 noch etwa 30 Juden in Rendsburg, so wurde bis 1942 die jüdische Gemeinde durch Auswanderungen, Abtauchen in die Illegalität, Deportationen und Freitod restlos aufgelöst. Heute befinden sich in der ehemaligen Synagoge und Schule das Jüdische Museum Rendsburg und Dr.-Bamberger-Haus. |
| 1939-1945 und danach | Im Zweiten Weltkrieg wird Rendsburg weitgehend von direkten Kriegseinwirkungen verschont. Wie überall in Schleswig-Holstein, wirft jedoch die Unterbringung ortsfremder Personen (Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Verwundete und Flüchtlinge) vielschichtige und große Probleme auf. Die Einwohnerzahl steigt von 20.000 auf 37.000. |
| 1945 | 8. Mai: Die Stadt wird offiziell den britischen Truppen übergeben. Zugehörigkeit zur britischen Besatzungszone. |
| ab 1952 | Schaffung neuen Wohnraums, hauptsächlich im Nordwesten der Stadt ("Mastbrook"). |
| 1955 | Aufhebung des britischen Besatzungsrechts. |
| 1956 | Durch die Einweihung eines Klärwerkes werden die Voraussetzungen zur Vollkanalisation aller Haushalte in Rendsburg geschaffen. |
| 1961 | Einweihung des Kanaltunnels und Stillegung der Drehbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. |
| 1965 | Fertigstellung des Fußgängertunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal. |
| 1970 | Im Zuge der Gebietsreform entsteht der "Kreis Rendsburg-Eckernförde". Rendsburg bleibt Sitz der Kreisverwaltung. |
| 1983 | Einweihung des Neuen Rathauses, Am Gymnasium 4 - am 25. Februar |
| 1989 | Das ehemals genutzte Hauptzeughaus am Paradeplatz, das "Hohe Arsenal", wird als städtisches Kulturzentrum eingeweiht. |
| 1991 | Eröffnung der "Museen im Kulturzentrum". |
| 1995 | Der Nord-Ostsee-Kanal, einer der wichtigsten Standortfaktoren Rendsburgs, begeht sein 100-jähriges Betriebsjubiläum. |
| 1999 | Rendsburg feiert ihren 800jährigen Geburtstag mit einem Jahr voller Aktivitäten. |
| 2003 | Erster Spatenstich für die Neugestaltung des Entwicklungsgebietes Hafenquartier Obereider als Gemeinschaftsaufgabe der Städte Büdelsdorf und Rendsburg |
| 2004 | Beschluss mit schweren Folgen: Das Bundesministerium für Veteidigung verfügt den Abzug der Bundeswehr aus Rendsburg. Damit beginnt die Konversion der Bundeswehrliegenschaften. |
| 2009 | Die über 350-jährige Garnisonsgeschichte der Stadt endet mit einem Großen Zapfenstreich auf dem Paradeplatz zur Verabschiedung der Heeresflugabwehrtruppe. Bereits 2008 erfolgte die Räumung der Eiderkaserne. |
| 2010 | Osterrönfeld und Rendsburg leiten erste Schritte ein zur Anerkennung der Schwebefähre als UNESCO-Weltkulturerbe und beauftragen einen Industriearchäologen zur Erstellung eines entsprechenden Antrages. |
Das Stadtwappen
Das Stadtwappen zeigt in Silber über abwechselnd silbernen und blauen Wellen eine rote, freistehende Ziegelburg. Diese hat eine Zinnenmauer und drei, mit blauen Spitzdächern versehene Zinnentürme, von denen der mittlere etwas höher und breiter ist. Die Ziegelburg hat ferner ein offenes Tor, in dem das holsteinische Wappen -in Rot das silberne Nesselblatt- steht.
Die Verwendung des Stadtwappens durch Dritte bedarf der vorherigen Zustimmung der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters.

Die Stadtflagge
Die Stadtflagge zeigt in weiß die rote Burg des Stadtwappens, etwas zur Stange hin verschoben, oben und unten begleitet von je einem schmalen roten Randstreifen.
Das Dienstsiegel
Das Dienstsiegel zeigt das Stadtwappen mit der Umschrift "Stadt Rendsburg".
Das Stadtlogo
Neben dem offiziellen Stadtwappen verwendet die Stadt Rendsburg auch das Stadtlogo mit der abstrakt illustrativen Darstellung der Hochbrücke in rot, dem Wahrzeichen der Stadt, und des Nord-Ostsee-Kanals in blau ergänzt durch den schwarzen Schriftzug Rendsburg und der Aussage "hier passiert die welt" wobei Rendsburg und die Aussage "hier passiert die welt" eine Einheit bilden.
Die Botschaft vereint doppelsinnig die Standortbestimmung Rendsburgs am Nord-Ostsee-Kanal mit den vorbeifahrenden Schiffen aus aller Welt sowie die selbstbewusst, modern und zukunftsorientiert auftretende Stadt, in der etwas los ist, in der die Welt passiert.
Unter diesem Logo wollen wir traditionsbewusst, weltoffen und zukunftsorientiert die Stadt Rendsburg präsentieren.

Die Stadtfarben
Die Stadtfarben sind rot - weiß - rot.




